Die 5 besten Multiposting-Anbieter im Vergleich 2026

Die 5 besten Multiposting-Anbieter im Vergleich 2026

Multiposting-Anbieter im Vergleich 2026: So finden Sie die richtige Lösung

Key Takeaways

  • Die Wahl des Multiposting-Anbieters beeinflusst direkt Ihre Time-to-Hire und Cost-per-Application.
  • Acht Kriterien entscheiden über den Erfolg, von der Anzahl angebundener Jobbörsen bis zur Kanal-Attribution.
  • Vier Anbietertypen bedienen unterschiedliche Bedürfnisse, je nach Unternehmensgröße und Recruiting-Volumen.
  • Preismodelle unterscheiden sich stark. Pay-per-Post, Flatrate und Kontingentmodelle haben jeweils spezifische Vor- und Nachteile.
  • Ein strategischer Multiposting-Ansatz kann die Time-to-Hire um mehr als ein Drittel senken, wenn Kanalstrategie und Anzeigenoptimierung zusammenspielen.

Welcher Multiposting-Anbieter passt zu Ihrem Recruiting?

Beim Multiposting-Anbieter-Vergleich zählen fünf Faktoren: Reichweite auf den richtigen Portalen, Preis-Leistungs-Verhältnis, Integration in Ihr bestehendes Bewerbermanagement-System (ATS), Steuerbarkeit der Kanalauswahl und die Qualität des Reportings. Laut der IAB-Stellenerhebung nutzen Betriebe in Deutschland im Schnitt drei bis vier Suchwege parallel, um eine offene Stelle zu besetzen. Wer diese Kanäle manuell bespielt, verliert pro Stellenanzeige mehrere Stunden an Arbeitszeit. Multiposting-Software automatisiert diesen Prozess und veröffentlicht Ihre Anzeige auf Dutzenden oder Hunderten Portalen gleichzeitig.

Doch die Unterschiede zwischen den Anbietern sind erheblich. Manche decken 50 Jobbörsen ab, andere über 400. Manche liefern detaillierte Kanal-Attribution, andere nur Klickzahlen ohne Bewerbungsbezug.

Die kausale Kette dahinter ist klar: Ihr Auswahlkriterium bestimmt die Kanalabdeckung. Die Kanalabdeckung bestimmt, welche Bewerbergruppen Ihre Anzeige sehen. Die Bewerberqualität wiederum beeinflusst direkt die Besetzungsgeschwindigkeit. Wer den falschen Anbieter wählt, zahlt mehr pro Bewerbung und wartet länger auf die Besetzung. Wer strategisches Recruiting mit maximaler Sichtbarkeit betreibt, verkürzt dagegen den gesamten Prozess.

Infografik mit den fünf Auswahlkriterien für Multiposting-Anbieter: Reichweite, Preis-Leistung, ATS-Integration, Steuerbarkeit, Reporting

Wie funktioniert Multiposting im Recruiting, und warum scheitern viele Unternehmen trotzdem?

Multiposting funktioniert über drei technische Wege. Bei der API-Variante überträgt Ihre Software die Stellenanzeige direkt an die Schnittstellen der Jobbörsen. XML-Feeds exportieren Ihre Anzeigendaten als strukturierte Datei, die von Portalen automatisch eingelesen wird. Manuelle Schnittstellen erfordern dagegen Eingaben auf jedem Portal einzeln. Laut Destatis meldeten deutsche Unternehmen zuletzt rund 1,7 Millionen offene Stellen. Bei diesem Volumen wird deutlich, warum Automatisierung kein Luxus ist, sondern eine Notwendigkeit.

Trotzdem scheitern viele Unternehmen an drei Fehlerquellen. Erstens fehlt eine Kanalstrategie. Wer dieselbe Anzeige auf 200 Portalen veröffentlicht, ohne zu wissen, wo die Zielgruppe aktiv sucht, erzeugt Streuverluste. Zweitens mangelt es an Tracking-Integration. Ohne Kanal-Attribution wissen Sie nicht, welches Portal die qualifizierten Bewerbungen liefert und welches nur Klicks ohne Ergebnis produziert. Drittens werden Anzeigen im Einheitsformat geschaltet. Jedes Portal hat eigene Anforderungen an Textlänge, Bildformate und Strukturierung. Eine Anzeige, die auf StepStone funktioniert, kann auf Indeed untergehen.

Hier liegt der eigentliche Knackpunkt: Multiposting ohne kanalspezifische Anzeigenoptimierung ist in vielen Fällen teurer als Einzelschaltung. Die Streuverluste fressen die Kostenvorteile auf, weil Sie für Sichtbarkeit auf irrelevanten Portalen zahlen, während die relevanten Kanäle mit einem generischen Text unterperformen. Eine Einheitsanzeige auf allen Portalen führt zu niedrigen Conversion-Raten auf spezialisierten Jobbörsen, weil deren Nutzer andere Informationsbedürfnisse haben. Das erhöht die Cost-per-Application, obwohl die Reichweite nominell steigt.

Welche Kriterien entscheiden beim Multiposting-Anbieter-Vergleich wirklich?

Acht Kriterien trennen die brauchbaren Lösungen von den mittelmäßigen. Die Gewichtung hängt von Ihrer Unternehmensgröße und Ihrem Recruiting-Volumen ab. Laut der IAB-Stellenerhebung variiert die durchschnittliche Suchdauer je nach Branche und Qualifikationsniveau erheblich. Ein Anbieter, der in Ihrer Branche die richtigen Portale abdeckt, kann diese Suchdauer spürbar verkürzen. Die folgende Bewertungsmatrix gibt Ihnen eine Orientierung.

Kriterium Gewichtung KMU Gewichtung Großunternehmen Warum es zählt
Anzahl angebundener Jobbörsen Mittel Hoch Mehr Portale bedeuten nicht automatisch mehr Reichweite in Ihrer Zielgruppe
ATS-Kompatibilität Hoch Hoch Ohne Integration entstehen Medienbrüche und Datenverluste
Reporting-Tiefe (Kanal-Attribution) Hoch Hoch Nur so erkennen Sie, welcher Kanal Bewerbungen liefert
Preismodell Hoch Mittel KMU reagieren sensibler auf Fixkosten
Anzeigen-Individualisierung pro Kanal Mittel Hoch Kanalspezifische Texte steigern die Conversion-Rate
Support-Qualität Hoch Mittel KMU haben selten eigene Recruiting-Spezialisten
Vertragslaufzeiten Hoch Niedrig Flexibilität schützt vor Vendor-Lock-in
Programmatic-Advertising-Option Niedrig Hoch Erst ab hohem Volumen wirtschaftlich sinnvoll

Methodik-Hinweis: Diese Gewichtung basiert auf unserer Implementierungserfahrung mit mittelständischen Unternehmen und öffentlich verfügbaren Marktdaten. Die Anzahl der Jobbörsen allein sagt wenig über die Reichweite in Ihrer spezifischen Zielgruppe aus. Ein Anbieter mit 400 Portalen kann für Ihre Branche weniger relevant sein als einer mit 80 Portalen, der genau die Nischen-Jobbörsen Ihrer Fachrichtung abdeckt. Preise ändern sich quartalsweise, individuelle Verhandlungen können Konditionen um 15 bis 30 Prozent verändern. Unsere Angaben basieren auf Stand Q2 2026.

Für Ihr Unternehmen lohnt es sich, professionelle Lösungen für Ihr Recruiting zu prüfen, die diese Kriterien systematisch abdecken.

Multiposting-Anbieter-Kategorien: Welcher Anbietertyp löst Ihr Problem?

Bevor Sie einzelne Anbieter vergleichen, sollten Sie die richtige Kategorie identifizieren. Vier Typen bedienen unterschiedliche Bedürfnisse, und die Wahl der falschen Kategorie führt entweder zu Vendor-Lock-in oder zu Feature-Bloat, also zu Funktionen, die Sie bezahlen, aber nicht nutzen. Laut Destatis stehen gerade kleine und mittlere Unternehmen unter besonderem Druck, offene Stellen schnell zu besetzen, weil jede unbesetzte Position dort stärker ins Gewicht fällt als in Konzernen.

Reine Multiposting-Plattformen

Diese Anbieter konzentrieren sich ausschließlich auf die Verteilung von Stellenanzeigen. Typisches Preisband liegt bei 150 bis 500 Euro pro Anzeige auf 5 bis 15 Portalen. Ideal für Unternehmen, die bereits ein ATS nutzen und nur die Verteilung auslagern wollen. Die Stärke liegt im klaren Fokus und der schnellen Einrichtung. Die Schwäche: kein eigenes Bewerbermanagement und oft eingeschränktes Reporting.

ATS mit integriertem Multiposting

Bewerbermanagement-Systeme, die Multiposting als Zusatzfunktion anbieten. Typisches Preisband bewegt sich zwischen 200 und 2.000 Euro monatlich inklusive ATS-Lizenz. Ideal für Unternehmen, die ihren gesamten Recruiting-Prozess in einem System abbilden wollen. Die Stärke ist der durchgängige Datenfluss vom Posting bis zur Einstellung. Die Schwäche: Die Multiposting-Reichweite fällt oft geringer aus als bei spezialisierten Anbietern.

Recruiting-Agenturen mit Multiposting-Service

Agenturen übernehmen die gesamte Anzeigenschaltung als Dienstleistung. Typisches Preisband reicht von 500 bis 3.000 Euro pro Stelle, abhängig vom Leistungsumfang. Ideal für Unternehmen mit weniger als 10 Stellen pro Jahr oder ohne eigene HR-Abteilung. Die Stärken sind kanalspezifische Anzeigenoptimierung, persönliche Beratung und schnelle Umsetzung. Bei hohem Volumen steigen allerdings die Stückkosten.

Programmatic-Job-Advertising-Plattformen

Diese Plattformen steuern Anzeigenbudgets algorithmisch über verschiedene Kanäle. Typisches Preisband beginnt ab 1.000 Euro monatlich, oft mit Mindestbudgets. Ideal für Unternehmen mit mehr als 50 offenen Stellen gleichzeitig. Die Stärke liegt in der datengetriebenen Budgetverteilung und Echtzeit-Anpassung. Die Schwäche: hohe Komplexität, die Recruiting-Know-how erfordert.

Der Mechanismus dahinter ist einfach. Wählen Sie eine reine Plattform, obwohl Sie kein ATS haben, entstehen manuelle Zwischenschritte bei jeder Bewerbung. Wählen Sie ein ATS mit schwachem Multiposting, erreichen Sie zu wenige Kandidaten. Wählen Sie Programmatic ohne ausreichendes Volumen, zahlen Sie Mindestbudgets für Funktionen, die sich erst ab einer bestimmten Stellenzahl amortisieren. Die Kategorie muss zum Problem passen, nicht umgekehrt.

Entscheidungsbaum mit vier Ästen für die vier Anbieter-Kategorien, jeweils mit typischer Unternehmensgröße und Stellenvolumen

Was kosten Multiposting-Lösungen wirklich? Preismodelle und versteckte Kosten im Vergleich

Die sichtbaren Listenpreise erzählen selten die ganze Geschichte. Laut der IAB-Stellenerhebung dauert die Besetzung einer offenen Stelle in Deutschland je nach Qualifikationsniveau zwischen 60 und 150 Tagen. Jeder zusätzliche Vakanztag kostet Ihr Unternehmen Produktivität. Deshalb ist die Frage nach den Multiposting-Anbieter-Preisen nicht nur eine Budgetfrage, sondern eine Frage der Opportunitätskosten.

Die drei gängigen Preismodelle

Beim Pay-per-Post-Modell zahlen Sie pro Anzeige und Schaltungszeitraum. Typisch sind 150 bis 500 Euro für eine Anzeige auf 5 bis 10 Portalen über 30 Tage. Dieses Modell eignet sich für Unternehmen mit unregelmäßigem Stellenbedarf.

Die monatliche Flatrate bedeutet eine feste monatliche Gebühr für ein bestimmtes Kontingent an Anzeigen. Typisch sind 300 bis 2.000 Euro pro Monat. Wirtschaftlich wird dieses Modell ab einem regelmäßigen Bedarf von mindestens drei bis vier Stellen pro Monat.

Bei Kontingentmodellen kaufen Sie ein Paket mit einer festen Anzahl an Schaltungen, die Sie flexibel einsetzen. Preise variieren stark je nach Portalmix.

Versteckte Kosten, die Ihr Budget belasten

Setup-Gebühren für die Ersteinrichtung, Mindestlaufzeiten von 6 bis 12 Monaten, Aufpreise für Premium-Portale außerhalb des Standardpakets und kostenpflichtige Reporting-Upgrades sind typische Posten, die im Erstgespräch selten erwähnt werden.

Ihr gewähltes Modell beeinflusst auch Ihr Nutzungsverhalten. Eine Flatrate verleitet dazu, auch irrelevante Portale zu bespielen, weil sie „ja schon bezahlt“ sind. Das erhöht die Streuverluste. Pay-per-Post dagegen zwingt zu bewusster Kanalauswahl, kann aber bei hohem Volumen teurer werden. Die tatsächliche Cost-per-Hire ergibt sich erst aus dem Zusammenspiel von Modell, Nutzungsverhalten und Kanalstrategie.

Preismodell Typische Kosten Ideal für Risiko
Pay-per-Post 150 bis 500 € pro Anzeige Unregelmäßiger Bedarf (unter 3 Stellen/Monat) Hohe Stückkosten bei Skalierung
Monatliche Flatrate 300 bis 2.000 € pro Monat Regelmäßiger Bedarf (ab 3 bis 4 Stellen/Monat) Streuverluste durch „Alles-bespielen“-Mentalität
Kontingent Variabel Planbarer, aber schwankender Bedarf Kontingent verfällt oft nach 12 Monaten

Case-Study: Wie ein mittelständisches Unternehmen mit strategischem Multiposting die Time-to-Hire um 38 % senkte

Ein produzierendes Unternehmen aus Nordrhein-Westfalen mit rund 280 Mitarbeitenden stand Anfang 2026 vor einem konkreten Problem. 12 offene Stellen, davon 7 im gewerblich-technischen Bereich, und eine durchschnittliche Time-to-Hire von 45 Tagen. Die HR-Abteilung bestand aus zwei Personen, die Stellenanzeigen manuell auf drei bis vier Portalen schalteten. Die Bewerbungseingänge stagnierten.

Nach dem Wechsel auf einen strategisch gesteuerten Multiposting-Ansatz in einer 5meHR-Implementierung sahen wir folgende Ergebnisse: Die Time-to-Hire sank von 45 auf 28 Tage (minus 38 %) in einem Zeitfenster von 6 Monaten. Die Cost-per-Application fiel von 32 Euro auf 19 Euro (minus 41 %). Der Bewerbungseingang stieg um 67 %. Diese Zahlen basieren auf 12 besetzten Stellen im Beobachtungszeitraum (n=12). Bei dieser Stichprobengröße ist die statistische Aussagekraft begrenzt, die Richtung des Effekts war jedoch über alle Stellenprofile hinweg konsistent.

So lief die Implementierung ab

Im ersten Schritt analysierten wir die bisherige Kanalperformance. Welche der manuell bespielten Portale lieferten tatsächlich Bewerbungen? Eines der vier Portale generierte null qualifizierte Bewerbungen in 12 Monaten.

Im zweiten Schritt wählten wir Kanäle auf Basis von Zielgruppendaten aus. Für gewerblich-technische Stellen wurden branchenspezifische Nischen-Jobbörsen ergänzt, die vorher nicht bespielt wurden.

Im dritten Schritt passten wir die Anzeigentexte kanalspezifisch an. Die Anzeige auf einer Fachjobbörse enthielt technische Details und Gehaltsangaben, die Anzeige auf einer generalistischen Plattform betonte Standortvorteile und Unternehmenskultur.

Im vierten Schritt integrierten wir ein Tracking mit Kanal-Attribution auf Bewerbungsebene.

Ehrlicher Caveat: Die ersten vier Wochen war die Bewerbungsqualität niedriger als erwartet, weil die Anzeigentexte noch nicht kanalspezifisch ausgesteuert waren. Erst nach der Anpassung in Woche 5 stieg die Qualität messbar an. Wer die Geschichte von 5meHR und unser Engagement kennt, weiß, dass wir solche Lernkurven offen kommunizieren.

Balkendiagramm mit Vorher-Nachher-Vergleich der KPIs: Time-to-Hire, Cost-per-Application und Bewerbungseingang

Welche Vorteile bietet Multiposting-Software gegenüber manueller Schaltung?

Vier bis sechs Stunden pro Stellenanzeige, wenn Sie auf mehr als 10 Portalen veröffentlichen. So viel Zeit spart Multiposting-Software gegenüber manueller Schaltung im Schnitt. Laut Destatis lag die Zahl der gemeldeten offenen Stellen in Deutschland zuletzt auf einem Niveau, das Unternehmen unter erheblichen Besetzungsdruck setzt. Bei diesem Skalierungsdruck wird der Zeitvorteil durch Automatisierung zum entscheidenden Faktor.

Die Vorteile lassen sich in vier Bereiche gliedern.

Zeitersparnis durch Automatisierung. Statt dieselbe Anzeige auf jedem Portal einzeln einzugeben, erfassen Sie die Daten einmal und verteilen sie per Klick. Bei 15 Minuten statt 4 bis 6 Stunden pro Anzeige gewinnen Sie Kapazität für die eigentliche Personalarbeit, also für bessere Anzeigentexte, Bewerbungsgespräche und aktive Kandidatenansprache.

Dazu kommt die Fehlerreduktion. Manuelle Eingabe auf mehreren Portalen erzeugt Copy-Paste-Fehler wie falsche Ansprechpartner, veraltete Gehaltsangaben oder fehlende Kontaktdaten. Multiposting eliminiert diese Fehlerquelle, weil die Daten aus einer zentralen Quelle stammen.

Ein weiterer Vorteil ist das zentrale Reporting. Sie sehen in einem Dashboard, welches Portal wie viele Klicks, Bewerbungen und qualifizierte Kandidaten liefert. Ohne diese Transparenz treffen Sie Kanalentscheidungen im Blindflug.

Und schließlich die Budget-Transparenz. Sie wissen jederzeit, wie viel Sie pro Kanal und pro Bewerbung ausgeben.

Diese Vorteile verstärken sich gegenseitig. Automatisierung spart Zeit. Zeitgewinn schafft Kapazität für Anzeigenoptimierung. Bessere Anzeigen erzeugen höhere Conversion-Raten auf den einzelnen Portalen. Höhere Conversion-Raten senken die Cost-per-Application und steigern die Bewerberqualität. Dieser Effekt verstärkt sich mit jedem Recruiting-Zyklus, weil die Reporting-Daten die Kanalauswahl für die nächste Stelle verbessern.

Worauf Sie bei der Auswahl achten sollten: Unsere Methodik und ihre Grenzen

Die Bewertungsmethodik dieses Vergleichs basiert auf drei Datenquellen. Erstens unsere eigene Implementierungserfahrung aus über 50 Recruiting-Projekten bei 5meHR. Zweitens öffentlich verfügbare Marktdaten, insbesondere die IAB-Stellenerhebung und Destatis-Arbeitsmarktdaten. Drittens strukturiertes Nutzerfeedback aus Kundenprojekten.

Wir messen den Erfolg eines Multiposting-Ansatzes primär über die Erstbewerbungsrate (eingegangene Bewerbungen pro Schaltung), nicht über die finale Einstellung. Der Grund: Der Zeitraum zwischen Bewerbungseingang und Vertragsunterschrift wird von zu vielen unternehmensinternen Faktoren beeinflusst, etwa Entscheidungsgeschwindigkeit, Gehaltsverhandlung oder Kündigungsfristen. Diese Faktoren haben nichts mit dem Multiposting-Anbieter zu tun.

Ein Edge-Case verdient Erwähnung: Bei Positionen mit sehr spezifischem Anforderungsprofil, etwa SAP-Berater mit Branchenfokus, ist die Erstbewerbungsrate als Metrik weniger aussagekräftig, weil hier die Qualität einzelner Bewerbungen wichtiger ist als die Menge. In rund 80 % der mittelständischen Recruiting-Cases ist die Erstbewerbungsrate jedoch ein verlässlicher Frühindikator für den Besetzungserfolg.

Weitere Einschränkungen: Preisangaben basieren auf Stand Q2 2026 und können sich quartalsweise ändern. Individuelle Verhandlungen verändern Konditionen je nach Volumen und Vertragslaufzeit. Wir haben keine vollständige Marktabdeckung, sondern konzentrieren uns auf die Anbietertypen, die für den deutschen Mittelstand relevant sind.

Multiposting-Anbieter auswählen: Entscheidungs-Checkliste für HR-Teams

Nicht jedes Unternehmen braucht ein eigenes Multiposting-Tool. Ab weniger als 10 Stellen pro Jahr ist eine Agenturlösung oft wirtschaftlicher und strategisch überlegen, weil die Fixkosten eines Tools die Einsparungen übersteigen und die kanalspezifische Expertise einer Agentur den Qualitätsunterschied ausmacht. Die folgende Checkliste hilft Ihnen bei der strukturierten Auswahl.

10-Punkte-Checkliste

  1. Deckt der Anbieter die Jobbörsen ab, auf denen Ihre Zielgruppe aktiv sucht?
  2. Ist die Lösung mit Ihrem bestehenden ATS oder Bewerbermanagement-System kompatibel?
  3. Bietet der Anbieter Kanal-Attribution auf Bewerbungsebene, nicht nur Klick-Tracking?
  4. Passt das Preismodell zu Ihrem Stellenvolumen (Pay-per-Post bei wenigen, Flatrate bei vielen Stellen)?
  5. Können Anzeigentexte pro Portal individuell angepasst werden?
  6. Gibt es Mindestlaufzeiten oder versteckte Setup-Gebühren?
  7. Wie schnell ist die Ersteinrichtung? (Ziel: unter 48 Stunden)
  8. Bietet der Anbieter persönlichen Support oder nur Self-Service?
  9. Werden Premium-Portale separat berechnet oder sind sie im Paket enthalten?
  10. Können Sie den Anbieter ohne lange Kündigungsfrist wechseln?

Wenn Sie bei mehr als drei dieser Fragen mit „Nein“ antworten, sollten Sie den Anbieter kritisch hinterfragen. Und wenn Ihr Stellenvolumen unter 10 pro Jahr liegt oder Sie keine eigene HR-Abteilung haben, prüfen Sie, ob ein Full-Service-Ansatz mit persönlicher Beratung und kanalspezifischer Anzeigenoptimierung nicht die bessere Wahl ist.

Häufige Fragen zum Multiposting-Anbieter-Vergleich

Welches Jobportal ist das beste?

Es gibt kein einzelnes „bestes“ Jobportal. Die Wirksamkeit hängt von Ihrer Branche, der gesuchten Qualifikation und dem Standort ab. Generalistische Portale wie StepStone oder Indeed erreichen breite Zielgruppen. Für Fachkräfte in Nischenbranchen sind spezialisierte Jobbörsen oft ergiebiger. Ein Multiposting-Ansatz kombiniert beide Welten und maximiert so die Reichweite bei Ihrer spezifischen Zielgruppe.

Was ist Multiposting?

Multiposting bezeichnet die gleichzeitige Veröffentlichung einer Stellenanzeige auf mehreren Jobbörsen, Karriereseiten und sozialen Netzwerken. Statt jede Anzeige einzeln auf jedem Portal einzugeben, erfassen Sie die Daten einmal zentral und verteilen sie automatisiert. Das spart Zeit, reduziert Fehler und erhöht die Sichtbarkeit Ihrer offenen Stellen bei aktiv suchenden Kandidaten.

Wie hoch sind die Kosten für Multiposting-Lösungen?

Die Kosten variieren je nach Preismodell und Anbietertyp. Pay-per-Post-Modelle liegen typischerweise bei 150 bis 500 Euro pro Anzeige. Monatliche Flatrates bewegen sich zwischen 300 und 2.000 Euro. Agenturlösungen mit Full-Service kosten 500 bis 3.000 Euro pro Stelle. Achten Sie auf versteckte Kosten wie Setup-Gebühren, Mindestlaufzeiten und Aufpreise für Premium-Portale.

Welche Jobbörse wird am meisten genutzt?

In Deutschland zählen StepStone, Indeed und die Bundesagentur für Arbeit zu den meistgenutzten Jobbörsen. Laut der IAB-Stellenerhebung sind Online-Jobbörsen der am häufigsten genutzte Suchweg bei der Personalrekrutierung. Die Nutzung variiert jedoch stark nach Branche und Unternehmensgröße.

Wann lohnt sich Multiposting-Software gegenüber einer Agenturlösung?

Multiposting-Software lohnt sich ab einem regelmäßigen Bedarf von etwa drei bis vier offenen Stellen pro Monat und wenn Sie über eigene HR-Kapazitäten verfügen. Bei weniger als 10 Stellen pro Jahr oder ohne dedizierte HR-Abteilung ist eine Agenturlösung oft wirtschaftlicher, weil Sie von der Kanalexpertise und der Anzeigenoptimierung profitieren, ohne ein eigenes Tool betreuen zu müssen.

Wie schnell kann Multiposting eingerichtet werden?

Die Ersteinrichtung hängt vom Anbietertyp ab. Reine Multiposting-Plattformen sind oft innerhalb weniger Stunden einsatzbereit. ATS-Systeme mit integriertem Multiposting benötigen je nach Komplexität einige Tage bis Wochen. Bei Full-Service-Anbietern wie 5meHR starten die ersten Anzeigen innerhalb von 48 Stunden, weil die Einrichtung und Kanalauswahl als Dienstleistung übernommen wird.


Unbesetzte Stellen kosten Ihr Unternehmen jeden Tag Produktivität. Wenn Sie Ihren Recruiting-Prozess beschleunigen und die richtigen Kandidaten über die richtigen Kanäle erreichen wollen, sprechen Sie mit uns. 5meHR kombiniert Multiposting auf über 400 Portalen mit Performance Recruiting für passive Talente, und das innerhalb von 48 Stunden.

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